Es gibt 4 Arten von Schall

Der Hörschall ist der hörbare Schallbereich. Die Hörschwelle bzw. der Frequenzbereich ist altersabhängig. 
Der Infraschall liegt unterhalb der Hörschwelle und wird meist bewusst nicht wahrgenommen.
Der Körperschall wird über feste Körper wie Boden oder Gebäude übertragen und kann im Körper zu Resonanz führen.
Der Ultraschall ist allgegenwärtig und ist über unserer Hörschwelle angesiedelt.

Wir messen unhörbare Schallphänomene

Wir messen in Innenräumen Infraschall und Ultraschall sowie den Körperschall, der im Zusammenhang mit dem Infraschall auftreten kann. Wir stellen bei Ihnen im Haus fest, ob unhörbare Schallphänomene, die Sie gesundheitlich beeinträchtigen können, vorhanden sind. Es geht bei unseren Schallmessungen nicht um den hörbaren Schall, hierzu sind bei Anlagenplanungen oder –Errichtung meist schon Messungen und Berechnungen von offizieller Seite erfolgt. Infraschall wird nach der Norm (TA Lärm von 1998) jedoch nicht gemessen. Diese Lücke schließen wir mit unseren Messungen..

Infraschall ist ein sehr niederfrequenter Schall der knapp an unserer Hörschwelle und darunter liegt. Ein gesundes, junges menschliches Ohr hat eine Hörschwelle die zwischen 16 und 20 Hertz (Hz) liegt. Ab diesem Frequenzbereich können wir Menschen Geräusche wahrnehmen. Unter 20 Hz hören die meisten Menschen keine Laute mehr. Eine vibrierende Infraschallwahrnehmung wird oft als eine klopfende oder tief, rollende Körperreaktion beschrieben. Oftmals wird Infraschall auch als Brummton beschrieben..

Die Messung der Infraschallfrequenzen < 20 Hz stellt hohe Anforderungen an die Messtechnik, da Mikrofone überfordert sind, diese tiefen Frequenzen zuverlässig zu erfassen. Wir arbeiten deshalb mit empfindlichen Drucksensoren und Mikrobarometern, die den tiefen Schall über Vibrationen und Luftdruckschwankungen messen und somit auch Frequenzen weit unter 20 Hz detektieren können.

Gesundheitliche Probleme, die durch Infraschall ausgelöst werden können, sind Atemnot, Druck auf der Brust, Herz-/Kreislaufbeschwerden, Blutdruckerhöhung, Hormonstörungen, Hörsturz, Änderung der Herzratenvariabilität, Verminderung der Stressregulationsreserve, neuronale Prozesse, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwäche, Reaktionszeitveränderungen und stressbedingt kann Infraschall die Ursache für eine Reihe weiterer gesundheitlicher Beeinträchtigungen sein.

Die besondere Problematik bei Infraschallphänomenen ist, dass im Gegensatz  zum „normalem“ Lärm, kein Gewöhnungseffekt auftritt, sondern im Gegenteil die Empfindlichkeit (Sensibilisierung) der exponierten Menschen mit steigender Dauer der Belastung zunimmt [vgl. Persson / Rylander (2001)]. Dies kann mit fortschreitender Dauer zu schwerwiegenden psychischen Problemen wie z.B. Angstzuständen bis hin zu Panikattacken führen. Es stellen sich psychovegetative Beeinträchtigungen mit undefinierbarem Unbehagen ein. Schwindel, Müdigkeit, Benommenheit, Schlafstörungen, Druckgefühl am Trommelfell und Vibrationsgefühle können die Folge sein.

Die Vibration des Infraschalls, die oftmals auch als eine Art wummerndes Geräusch beschrieben wird, kann bei den betroffenen Menschen zu vielfältigen Irritationen führen bis hin zu epileptischen Anfällen und Tinnitus, ähnlich wie beim stroboskopartigen Lichtflimmern [Branco und Dally et al. (1999/1957)].

Infraschall lässt sich im Gegensatz zu höherfrequenterem Schall mit vertretbarem Aufwand so gut wie nicht abschirmen. Herkömmliche Schallschutzmaßnahmen funktionieren nur bis zu einer Frequenz von 100 Hz zuverlässig. Die Erklärung ist, dass sich die Vibrationen des Infraschalls nahezu ungehindert über Materie ausbreiten sowie sich auf menschliche Körper übertragen und dann als sog. Körperschallübertragung die o. g. Belastungen hervorrufen können. Außerdem ist  die Wellenlänge sehr groß, so dass ungehindert Hindernisse überschritten werden können.

Quellen für Infraschall können sein: Windenergieanlagen, Wärmepumpen, Biogasanlagen, Blockheizkraftwerke, Kälte- und  Klimaanlagen, Lüftungen und Gebäudeheizungen sowie Pressen und Stanzen in Fabrikationsstätten.
Viele technischen Geräte wie z.B. Computer, Ladegeräte, Reinigungsgeräte etc.) senden auch Ultraschall aus. Diese sehr hohen  ebenfalls meist unhörbaren Geräusche stehen im Verdacht Kopfschmerzen (Migräne), Tinnitus, Übelkeit und unspezifische Druckgefühle auszulösen.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Gerichtsgutachten erstellen können. Es gibt in diesem Frequenzbereich noch keine gesetzlichen Vorgaben, an denen sich ein Gericht orientieren könnte. Auch die oben beschriebenen möglichen gesundheitlichen Auswirkungen basieren noch nicht alle auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, hierzu ist noch weiterer Forschungsbedarf notwendig.

Unsere Zielsetzung ist es nicht einen Schallverursacher zu identifizieren, sondern generell festzustellen, ob Sie von einem Infraschallphänomen beeinträchtigt werden. Um das Schallproblem lösen zu können, bedarf es in der Regel der Kooperation der möglichen Verursacher, um die Schallquelle zu lokalisieren, um an der Entstehung geeignete Maßnahmen durchzuführen.


  Dipl. Ing. Dr. Thomas Ehmann,    Hauptstr. 137,    72186 Empfingen     07483-9127150     info@hilfe-elektrosmog.de

Infraschallmessung, Körperschall und Ultraschall

 

 

Ingenieurbüro Dr. Ehmann und Akademie für Elektrobiologie
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Berufsverband Elektrobiologie

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